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Sie sehen Stefan Pawlitke beim Iaido: Seiza für Hidari
Sie sehen Stefan Pawlitke beim Iaido: Chiburi und Noto

Durch den Verlauf der Geschichte mit Einfluss auf die Dinge der frühen Kriegskünste wurde das japanische Wort „jutsu“ (Technik, reines handwerkliches Können) durch das japanische Wort „dô“ gewissermaßen „ersetzt“.
So wurde aus Aikijujutsu das bekannte Aikidô, aus Kenjutsu das Kendô und aus Iaijutsu das Iaidô. Selbst der Begriff Bujutsu (Kriegstechniken, Kriegskünste) wandelte sich zu Budô.
Der Begriff des „Dô“ umfasst ein sehr großes Spektrum. Es handelt sich hierbei nicht um ein eingrenzenden Begriff/Bereich. Dô beschreibt vielmehr die gesamte Weltanschauung aus asiatischer Sicht.

Als Begriff übersetzt, heißt Dô "Weg". Natürlich steckt vielmehr dahinter.
Dô bezeichnet eher einen Weg, um zu reifen, sich zu entwickeln, sein gesamtes Potential zu entdecken, zu formen und zu entfalten. Auf diesen „Weg“ bedarf es eines „Wanderstabes“ bzw. eines „Lehrers“, der den Blick nicht nur auf die reine Art und Weise der Technik lenkt, sondern uns hilft, nach innen zu schauen und daran zu wachsen. Der „Wanderstab“ bzw. der „Lehrer“ ist hierbei die entsprechende Budôdisziplin (oder auch Kunst die nicht dem Budô zuzuordnen ist, wie Sadô der Teeweg bzw. die Teezeremonie oder Sumi-e – der Weg der Tusche; sie entsprechen diesem Weg (dem Dô)).

"Auch Iaido ist ein Wanderstab zu unserem inneren Teich."
                                                                                     Stefan Pawlitke

Wie in allen Budodisziplinen, spielt diese innere Entwicklung eben auch im Iaido die wesentliche Rolle und bildet somit den wahren Kern der Meisterschaft.
Fragt man die hohen Meister des Iai, was die Essenz dieser alten Kriegskunst ist, so werden sie wahrscheinlich antworten – nicht zu kämpfen. Diese Worte klingen gerade aus dem Munde eines Kampfkunstmeisters paradox, doch spiegeln sie die wahre Einstellung und somit das Ziel einer jeden ernsthaft trainiert und angewandten Budôdisziplin wider.
„Der wahre Sieg wird errungen ohne zu kämpfen.“
Iaidô ist also mehr als nur Technik des Kampfes mit dem Schwert.

Iaidô übersetzt bedeutet in etwa:

I oder iru = körperlich und geistig anwesend sein
Ai = (in Bezug zum Iaido) umgehende direkte, klare und ungehinderte
        Aktion/Reaktion
= philosophisches Prinzip des Weges

Die Gründe zum Erlernen des Iaidô können verschiedene Impulse beinhalten.
Fakt ist jedoch, dass der Schüler, so er den richtig unterrichtet wird, das gesamte Spektrum, die gesamte Essenz des Iai in seinen Alltag einfließen lassen kann.
Die folgenden Punkte sollen einen Einblick in die Substanz des Iai ermöglichen:

Iai entwickelt, beeinflusst positiv und schult –

* Koordination, Geschwindigkeit und Beweglichkeit
* Präzision und Timing
* Selbstdisziplin, Selbstvertrauen, Selbstkontrolle und positive Einstellung
* Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Gewissenhaftigkeit
* Kameradschaftlichkeit und das Miteinander
* inneren Frieden, Ruhe, Verbindung und Harmonie von Geist und Körper

Die Möglichkeiten zum Training des Iai finden sich unter anderem im:

Esaka Dojo Potsdam e.V.

Esaka Dojo Berlin

Esaka Dojo Bielefeld

Esaka Dojo Heubach

Esaka Dojo Landshut

Esaka Dojo Münster

Esaka Dojo Regensburg


Quellenangabe:
Text: Stefan Pawlitke
Datum der letzten Überarbeitung: 21.10.2007
Copyright: © GENKIDO – Asien in Deutschland

Dieser Text wird zur gegebenen Zeit entsprechend erweitert. Vorschläge und Korrekturen werden gerne entgegengenommen.

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